Archiv der Kategorie 'Haus- & Wohnprojekte'

Demonstration: “Wir ziehen das jetzt durch” – Zomia bleibt!

Für selbstbestimmtes Leben –
Wagenplätze durchsetzen!

Demonstration
Samstag 5.November 2011
15.00 Uhr, Millerntorplatz / St.Pauli

Räumung des Wagenplatzes Zomia in Hamburg-Wilhelmsburg JETZT verhindern.

„Wir ziehen das jetzt durch!“ – Zomia bleibt!
Für das Recht auf selbstbestimmtes Leben und Wohnen – Wagenplätze verteidigen!
Demonstration 5.11.2011, 15.00 Uhr Millerntorplatz / Budapester Straße
Der Wagenplatz Zomia in Hamburg-Wilhelmsburg hat am 18.10.2011 eine Räumungsanordnung erhalten – mit sofortiger Vollziehbarkeit. Ab 4.11.2011 kann geräumt werden, wann es passieren soll ist unklar.

Jetzt ein Zeichen setzen für selbstbestimmtes Leben, gegen unsoziale und neoliberale Stadtpolitik!
Jetzt Wagenplätze verteidigen – jetzt die Räumung des Wagenplatzes Zomia verhindern!

Vor einem Jahr ist die Wagengruppe Zomia (20.11.2010) mit der offenen Besetzung eines Platzes in Wilhelmsburg angetreten um nach den Wagenplatzräumungen in den 2000er Jahren auf die unveränderte Lage hinzuweisen:

Menschen in Hamburg wollen nach wie vor gerne offen kollektiv und selbstbestimmt im Wagen wohnen. Nach der Räumung der Wagenplätze Hellgrundweg (2000), Schützenstraße (2002), Paciusweg (2002), Bambule (4.11.2002), Wendebecken (2004), Parkplatz Braun und auf mindestens 18 Plätzen der Wagengruppe Dosengarten (2000) unter der Führung von Ronald Schill / Ole von Beust und auch dort bereits Markus Schreiber klafft noch immer eine tiefe Lücke. „Aus für alle Bauwagen bis 2006“ war damals das Motto der Rechtspopulisten. „Wir ziehen diese Sache jetzt durch“, lässt sich Markus Schreiber im Oktober 2011 zitieren, und: „Wenn nichts Unvorhersehbares geschieht, dann ist der Zomia-Bauwagenplatz Ende November Geschichte“.
Jede Person in Hamburg und anderswo sollte über ihre Lebensform selbst bestimmen können. Bezahlbarer Wohnraum oder Wagenplätze in der Stadt Hamburg sind hier kein Widerspruch sondern Notwendigkeiten die sich aus dem Bedarf und den unterschiedlichen Wünschen der Menschen ergeben. Die scheinbare Notwendigkeit zur Vertreibung nicht erwünschter Personen, zur Aufwertung und Verwertung, zu grotesken Bauprojekten und der Errichtung immer neuer Büro- und Gewerbekomplexe, wo viele andere leer stehen, ergibt sich aus einer kapitalistischen Stadtentwicklung , aus der scheinbaren Notwendigkeit in einem irren städtischen Standortgerangel mithalten zu müssen. In dieser Logik wird verdrängt, vertrieben und verwertet was nicht passt. Die vielen Brandherde des Protests gegen Aufwertung und Vertreibung flammen in der ganzen Stadt auf: Das Fass ist schon übergelaufen! Es reicht! Das lassen wir uns nicht gefallen. Lasst uns die Stadt selbst gestalten und das Recht auf Stadt in die Hand nehmen. „Wir ziehen das jetzt durch!“

Markus Schreiber kann, aber er will nicht: Das Problem einen Wagenplatz in Hamburg zuzulassen ist kein juristisches, sondern ein politisches. Selbst das heftig umstrittene Hamburger Wagengesetz lässt die Duldung von Wagenplätzen bis zu 5 Jahren zu. Dies zeigt auch die Praxis z.B. in Altona, wo die beiden bestehenden Plätze mit gleichen juristischen und
planerischen Voraussetzungen soeben eine Vertragsverlängerung bekommen haben. Aber auch das Gesetz selbst muss weg, denn es hat seine Wurzeln in der Nazi-Ideologie und ist in den 50ern zur Vertreibung von Sinti und Roma entstanden.
„Gegen Wagenplätze steht eine Haltung“, sagt Schreiber selbst.
Wie sehr müssen sich die Konflikte zuspitzen, bis Menschen den Mut aufbringen sich zu positionieren? Mietenwahnsinn, Zaun gegen Wohnungslose, Vertreibung von Sexarbeiter_innen und viele mehr: Wir können jetzt entscheiden, die repressive Law-and-Order-Politik – dieses Mal gegen Wagenplätze – zu stoppen und uns Schreibers Feldzug der Verwertung und Vertreibung in den Weg zu stellen! Seiner Vertreibungspolitik weht ein steifer Wind entgegen. Mit einer Wagenplatzräumung wird er zum Sturm werden.

Die Fläche Zomias ist für die nächsten Jahre nicht verplant, es gibt keine Alternativen. Zwei nicht annehmbare „Alternativen“ sollen als Nebelkerzen zur Räumungslegitimation dienen. Der Bezirk fährt die schillernde Linie. Bürgerschaft, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und Bürgermeister-Staatsräte produzieren seit einem Jahr Verwaltungsakte und Ausschusssitzungen und glänzen mit Zurückhaltung.
Ergebnis unterm Strich: Markus Schreiber darf weiter aufräumen.
Es reicht – Zomia ist eine_r von vielen und es steht nicht alleine da!
Unsere Forderungen sind einfach umzusetzen: Zomia da lassen wo es ist!

•Wir fordern die sofortige Rücknahme der Räumungsanordnung!
•Wir fordern die Stadt Hamburg auf Position zu beziehen für eine tolerante Stadt, für Wagenplätze und gegen Markus
Schreibers Feldzug der Vertreibung!
•Wir fordern nach den Handlungen der letzten Jahren und Monate von der Bezirksversammlung Mitte die Abwahl von Markus Schreiber als Bezirksamtsleiter!

Wir sind solidarisch mit den Auseinandersetzungen für ein AZ Altona, für den Erhalt der Roten Flora, für ein
selbstbestimmtes Gängeviertel und mit den vielen weiteren Kämpfen für ein Recht auf Stadt.

Die BULG Hamburg hat zusammen mit der FOC eine Solidaritätserklärung für die Bewohner_innen von ‚Zomia‘ verfasst, die hier zum Download bereitsteht:

Download

Mehr Infos zum Bauwagenplatz ‚Zomia‘ gibt es hier:
ZOMIA
ZOMIA BLEIBT!

Mietenwahnsinn stoppen – Wohnraum vergesellschaften


29. Oktober 2011 – 13:00
Millerntorplatz (U-Bahn St. Pauli)

Knapp ein Jahr nachdem 5.000 Menschen mit der Forderung „Leerstand zu Wohnraum“ auf die Straße gingen, müssen wir feststellen: Ein grundlegender Kurswechsel in der Hamburger Wohnungspolitik ist nicht erkennbar. Die Mieten steigen stadtweit auf unerträgliche Höhen, oftmals als Folge von Umstrukturierungsprozessen. Der Bedarf an günstigem, zentralem Wohnraum nimmt weiter zu. Neu gebaut werden nur hochpreisige Miet- und Eigentumswohnungen, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse von Anwohner_innen. Noch immer stehen auch 1,4 Millionen Quadratmeter Büroraum ungenutzt leer. Menschen die schon lange in ihrer Wohnung leben, wagen keinen Umzug, da sie sich die neue Miete nicht werden leisten können. Bei Mieterhöhungen, die nicht bezahlbar sind, muss meist das komplette soziale Umfeld aufgeben werden, da in den Vierteln auch keine andere bezahlbare Wohnung zu finden ist. Menschen mit Migrationshintergrund und PoCs (People of Colour) werden zudem noch durch rassistische Vorurteile an der freien Wahl des Wohnraums gehindert. Und ohne einen deutschen Pass kann es (ohne funktionierende Netzwerke) unmöglich werden zumutbaren Wohnraum zu finden. Befinden sich dann Menschen auch noch in der Situation mit einem geringen Einkommen oder mit Sozialgeld auskommen zu müssen, kann von freier Wahl der Wohnung und des Wohnorts meist nur geträumt werden. Für Menschen die sich in der Wohnungslosigkeit befinden ganz zu schweigen. So hält auch der Hamburger Wohnungsmarkt für alle die nicht die ökonomischen Ressourcen haben verschimmelte Wohnungen bereit.

Keine Mieterhöhungen durch den Mietenspiegel

Mit Erscheinen des Mietenspiegels im November wird den Vermieter_innen erneut die Möglichkeit geboten, weiter an der Mieterhöhungsspirale zu drehen, und das sogar gesetzlich begründet. Da der Mietenspiegel nur Mietvereinbarungen der letzten Jahre berücksichtigt, ist die Dynamik der Mietpreise verordnet. Zudem ist der Bodenrichtwert das entscheidende Kriterium für die Frage ob eine Straße als gute Wohnlage gilt oder nicht. Machen sich Umwandler und Eigentumswohnungen breit, wie in gentrifizierten Quartieren, dann steigt der Bodenrichtwert und plötzlich ist z.B. die Koppel in St. Georg eine gute Wohnlage. Die Mieter bezahlen also für reiche Nachbarn mehr Miete.

Mietobergrenze jetzt

Um den Mietenwahnsinn in Hamburg zu stoppen, fordern wir, unverzüglich eine allgemeine Mietobergrenze, weit unterhalb der derzeitigen Durchschnittsmiete, einzuführen. Gesellschaftlich benachteiligten Gruppen muss der vorrangige Zugang zu Wohnraum gezielt ermöglicht werden. Der unsozialen Vorenthaltung von bestehendem Wohnraum muss aktiv entgegengewirkt werden, indem Besetzungen ungenutzter, leerstehender Gebäude nicht weiterhin kriminalisiert, sondern gesellschaftlich wie politisch akzeptiert und unterstützt werden. Der Neubau oder Abriss von Wohn- oder Gewerberaum darf nur unter gleichberechtigter Mitbestimmung und nicht gegen den Willen der Anwohner_innen umgesetzt werden.

Wohnraum vergesellschaften

Wir haben eine andere Vorstellung von Wohnungspolitik als die Immobilien-Verwertungskoalition aus Politik und Wirtschaft. Wohnraum ist für uns keine Ware, sondern ein öffentliches Gut, das wir zum Leben brauchen. Eine grundsätzliche Veränderung ist notwendig: Wohnraum muss dem profitorientierten Markt entzogen und allen Menschen zur Verfügung gestellt werden. Vergesellschaftung von Wohnraum heißt für uns, dass die Frage, wer wo wohnen kann, nicht länger von den finanziellen Ressourcen der einzelnen abhängt. Entscheidungen über Nutzung, Umgestaltung oder Schaffung von Wohnraum müssen von den Mieterinnen und Mietern selbst getroffen werden.

Die geplante Veröffentlichung des Mietenspiegels im Herbst nehmen wir zum Anlass, unsere Wut und Empörung über die Hamburger Wohnungspolitik auf die Straße zu tragen und unsere eigenen Vorstellungen vom Wohnen und Leben in einer Gesellschaft gleichberechtigter Menschen durchzusetzen.

Es rufen auf:

AG Altona-St.Pauli, AG Mieten im Netzwerk Recht auf Stadt, AG-Soziales der SOPO-Hamburg, AK Wohnraum für junge Menschen, AG Stadtentwicklung PIRATEN Hamburg, AKU Wilhelmsburg, Aktionsbündnis gegen Studiengebühren, Allgemeiner Studierenden-Ausschuss (AStA) der Ev. Hochschule Hamburg, AStA der HAW Hamburg, Altonaer Plattform gegen Verdrängung, Altopia, Anarchistische Gruppe/Rätekommunisten, „Andere Umstände“, Avanti – Projekt undogmatische Linke, Attac Hamburg, 1.&3. Autonomes Hamburger Frauenhaus, AZ Altona, Ballkult e.V., Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE, BULG Hamburg, Café Creisch, Café Exil, Centro Sociale, Chewbacca Sankt Pauli, die leute:real, DIE LINKE Landesverband Hamburg, DKP Hamburg, Einwohnerverein St. Georg von 1987 e.V., EpiZentrum Wilhelmshaven, Eskimo Punx Sankt Pauli, Es regnet Kaviar – Aktionnetzwerk gegen Gentrification, Fanladen St. Pauli, FOC Hamburg, Frappant e.V., FSR Germanistik, FSR Sozialwissenschaften (Uni Hamburg), Gängeviertel, Geschichtswerkstatt St. Georg e.V., Gesellschaft für operative Kunst (GfoK), GWA St. Pauli e.V., hafenvokü, Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V., Hart Backbord, HUDE – Jugendsozialarbeit in HH-Nord, Jugend des Sozialverbandes Hamburg, Jugendclub Berner Au e.V., Initiative Esso-Häuser, Interessengemeinschaft NoBNQ, Kampagne „Flora bleibt unverträglich“, LaRAGE (Raum und Gender), Leerstandsmelder.de, Libertäre Harburg, Loco Grande St.Pauli, medibüro hamburg, Mieter helfen Mietern – Hamburger Mieterverein e.V., Mieterselbstverwaltung Schröderstift, Mietshäusersyndikat Hamburg, MLPD Hamburg, multipress, Netzwerk zum Erhalt des Sternschanzenparks, Not in our Name – Marke Hamburg, noya Hamburg, PIRATEN Hamburg – AG Stadtentwicklung, PIRATEN – Abgeordnetengruppe Bezirk Mitte, Planwirtschaft, Plenum des Infoladen Wilhelmsburg, Plenum der Roten Flora, Plenum der Wagengruppe Zomia, Projekt Revolutionäre Perspektive, Punkrock St. Pauli, quartieren, Regenbogen/Alternative Linke, SDS Uni Hamburg, Sidewalx, Streetlife e.V., Sozialpolitische Opposition Hamburg e.V., Stadtteilinitiative „Hallo Billstedt“, Stadteilkollektiv Rotes Winterhude, Support Kukutza, supra magazin, Straßensozialarbeit Rahlstedt, Suttnerblog, ver.di-Jugend Hamburg, T-Stube, Verlag Assoziation A, Wohnprojekt Fuhlsbüttler Straße – Eibajalla e.V., Wohnprojekt Kleiner Schäferkamp, Wohn- und Werkstattprojekt Villa Magdalena K., Zeckensalon St. Pauli

Stoppt Langenhorn 73

27.10. – Heute ist offizieller Abstimmungstag!
Bürgerentscheid zum Bebauungsplan Langenhorn 73.

Mehr Infos dazu unter:
Langenhorn73.de

Auf die Straße! St. Pauli lädt zum Gentropoly

05.02.11: Auf die Straße! Gentropoly-Aktionstag

5. Februar 2011 (ganztägig)

St. Pauli

Unter dem Titel “Gentropoly” veranstalten über 50 Kneipen und Läden auf St. Pauli einen Aktionstag. Das Motto: It’s yours – Don’t let the big man take it away from you! – No BNQ! – ich will so bleiben wie ich bin

Einige Läden bieten spezielle Angebote oder Programm: Tipp Kick Torwandschießen im Jolly, “Lekker Kaffee umsonst – not to go, to stay” in der Rückkopplung, Freier Eintritt und Führung im Hafenbasar, Mexikaner für 1 Euro in der Kogge, Saurer für 50 Cent im Ex-Sparr, Brot und Marmelade Verkostung im Bioladen “Wilde Erdbeeren”, in der Hasenschaukel läuft “Themroc” und Live Musik. In vielen Läden bieten Pläne Orientierung im Überangebot – und Infomaterial. Wir von NoBNQ freuen uns über dieses wuchtige Unterstützungswochenende und wünschen viel Spass beim um die Häuser ziehen.

Hier das Statement der Kneipen :

Ich will so bleiben wie ich bin

In den vergangenen Jahren hat sich St. Pauli, wie jedes lebende, florierende Viertel, verändert, ist gewachsen und für viele interessanter und annehmbarer geworden – auf Pauli wohnen ist nicht mehr verrucht und undenkbar, sondern „in“. Wohnraum ist knapp und nun will sich jeder ein Stück der Torte sichern, denn illusorische Mietpreise finden tatsächlich Anklang in der Realität. Sanieren heißt das Zauberwort, was neben der Verbesserung und Instandsetzung der Häuser leider auch unweigerlich Mietpreise in die Höhe schießen lässt. Wir sind nicht gegen Veränderung, nicht gegen Verbesserung, aber das ist nicht ohne die Menschen, die hier leben, und ihre Mitbestimmung möglich. Wie lange könnt ihr euch das noch leisten?

Es geht hier nicht nur um eine Spekulation mit Gebäuden, sondern auch um das Leben der Menschen, die in ihnen wohnen und ohne die St. Pauli nicht das geworden wäre, was es heute ist. Es kann nicht sein, dass die Menschen, die seit Jahren, seit Jahrzehnten hier leben und arbeiten außen vor gelassen werden und am Ende diejenigen sind, die weg ziehen müssen, weil sie es sich nicht weiter leisten können. Darum ist der 05.02. ein Tag um gemeinsam vor die Tür zu gehen und sich zu treffen, auszutauschen, informieren und zu zeigen, dass wir nicht alleine sind – wir sind ein Viertel mit verschiedensten Menschen, die alle durch die Lieben zum Stadtteil verbunden werden.

Wie lang könnt ihr euch das noch leisten?

Es gibt bereits verschiedene Initiativen, Gruppierungen, Ideen, Ansätze, die sagen und zeigen, dass wir das nicht mit uns machen lassen und zusehen, wie die Zukunft St. Paulis ohne uns geplant wird. Wir sind da – viele – und wir sollten der Öffentlichkeit deutlich machen, dass wir gemeinsam dagegen angehen! Das Viertel trägt heute die Farben von NoBNQ, eine der Gruppen, die ganz eigene Vorstellungen haben, was mit ihren Häusern passieren soll.

Es liegen in den verzeichneten Orten Infomaterialien zu dieser Initiative und der Gesamtsituation aus und verschiedene kleine und größere Veranstaltungen bieten Raum zum Treffen, Austauschen und Vernetzen. Wenn wir uns gegenseitig in dieser Situation nicht alleine lassen, dann können unsere Anliegen nicht ignoriert werden – wir haben Mitbestimmungsrecht und das zeigen wir auch! ”

Der Aktionstag wird unterstützt von u.a.:

Ahoi, artstore, Back Records, Backbord, Barbarabar, Boutique Bizarre, Burnout Records, Café Geyer, Cobra Bar, Don’t tell Mama, Ex-Sparr, Gun Club, Hafenbasar, Hafenklang, Hasenschaukel, Headcrash, Hensel, Hip Cats, Hotel Kogge, Jolly Roger, Kandies, Kombüse, Komet, Onkel Otto, P3, Pauli Pizza, Roschinsky’s, Rosis Bar, Rückkopplung, Skorbut, Smallville, Sisterhood & Brotherhood, St. Pauli Infoladen, Sorgenbrecher, Suicycle Store, Tippel II, Totec, Treibeis, Wilde Erdbeeren, Wildes Herz, Zum goldenen Handschuh, Zum Silbersack, u.v.a.”

ÜBERALL DORT LIEGEN FLUGBLÄTTER AUS MIT EINEM STRASSENPLAN ZUR EINKEHR

Aktionen & Info am 05. Februar 2011

Kommt Vorbei!

It’s yours – Don’t let the big man take it away from you!

via http://www.no-bnq.org/2011/02/03/5-2-im-viertel-aktionen-inf…

Wütende Solidemos für die „Liebig 14″ in Hamburg

Unter dem Motto „One Struggle, one Fight, Liebigstr. 14 bleibt“ zogen am Abend des 2. Februars etwa 400 Menschen aus dem Hamburger Schanzenviertel zur Hafenstraße.

Die Solidemo begann um 20 Uhr vor der Roten Flora! Als sich bis 20:30 Uhr kein Anmelder fand, formierte sich die Demo und ging spontan los. Die Hamurger Polizei hielt den Aufzug nach wenigen Metern auf. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten und die Polizisten wurden mit Pyro und Falschen angegriffen. Weitere halbherzige Versuche die Sperre zu durchbrechen scheiterten.
Nach 20 Minuten fand sich dann doch ein Anmelder und eine kraftvolle Demo zog unter „Miete verweigern, Kündigung ins Klo, Häuser besetzen sowieso“ „Bambule“ „One Struggle, one Fight, Liebstr. 14/ Rote Flora bleibt“ nach St.Pauli.

Auf der Reeperbahn, sollte die Demo direkt zur Hafenstr. führen, jedoch lösten sich aus der Demo einige Teilnehmer_innen und liefen die Reeperbahn runter. Die planlosen Bullen versuchten hektisch dies zu unterbinden, bekamen den wütenden Mob aber nicht mehr unter Kontrolle. Der zog dann durch mehrere Straßen selbstständig Richtung Hafenstr.!
Dort wurden Barris gebaut und das ein oder andere Feuer loderte auf.
Bis 22 Uhr waren immer wieder Kleingruppen unterwegs. Das ein oder andere soll wohl noch zu Bruch gegangen sein.

Schon vor der Räumung der Liebigstraße 14 hat die Rote Flora ihre Solidarität verkündet und zum Protest aufgerufen:

>> Wir erklären uns solidarisch mit dem akut von der Räumung bedrohten Wohnprojekt Liebig 14 in Berlin.

Das Wohnprojekt stellt seit langem ein Versuch dar, kollektives Leben auszuprobieren und zu organisieren und bietet zudem die Möglichkeit, günstigen Wohnraum zu erhalten. In Zeiten, in denen ganze Stadtteile von Aufwertung betroffen sind und Wohnraum für viele unbezahlbar wird, sind solche Orte, die diesem etwas entgegensetzten, wichtiger denn je.
Ähnlich wie die Liebig wird unter Umständen auch die Rote Flora bereits in wenigen Monaten von einer Räumung bedroht sein. Es zeigt, dass linke Projekte, egal ob sie einen Raum zum Wohnen bieten oder als soziales Zentrum fungieren, welche sich zur Aufgabe gemacht haben, dem gesellschaftlichen Mainstream und einer kapitalistischen Verwertungslogik etwas entgegenzusetzen, immer stärker bedroht sind. Dieses bedeutet für uns aber nicht, dass wir den Kopf in den Sand stecken und Polizei, Politiker und Investoren machen lassen, was sie wollen. Es ist für uns vielmehr ein Grund zu zeigen, dass wir uns mit den derzeitigen Verhältnissen nicht zufrieden geben werden und wir dazu aufrufen, leer stehende Eigentumswohnungen und Büroräume zu besetzen und zu Orten zu machen, in denen kollektives und selbstbestimmtes Leben möglich ist. Wir können uns der Liebig 14 inhaltlich nur anschließen:
„Wir haben schon längst keinen Bock mehr auf diesen Staat und seine Repression, wir haben keinen Bock auf Unterdrückung und Konkurrenz und wir haben keinen Bock auf Kapitalismus und seine neoliberalen Versprechen.“

Wir rufen daher für den Tag X (der Tag des Versuchs der Räumung der Liebig 14 – vermutlich der 02.02.2011) zu einer Spontandemonstration um 20 Uhr vor der Roten Flora auf. Nehmen wir uns die Stadt!! Leerstand zu Wohnraum!! Für ein selbstbestimmtes Leben!! Liebig 14 verteidigen!! Kommt zur Solidemo am 29.01.2011 nach Berlin!!

Plenum der Roten Flora, 26.01.2011 < <

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Auch heute ruft eine autonome Gruppe aus Hamburg noch mal zur Demonstration auf!

Sponti heute, Freitag, 19 Uhr am Gänsemarkt !!

Ab in die City!!

Von Schlagstöcken, Wasserwerfern, Pfefferspray und gut bezahlten Schlägern in Uniform.... Solidarität mit Liebig14!

Heute um 19 Uhr wird es erneut eine Spontandemonstration geben.
Kommt bitte alle zum Gänsemarkt.
Es ist wichtig, dass die Räumung des alternativen Wohnprojekts, Liebig 14, nicht in Vergessenheit gerät und dieses auch zu zeigen; mit Präsenz, nicht nur an einem Tag.
Die meisten von uns haben noch immer unendliche Wut in sich, dies gilt es auf die Straßen zu tragen. Gerade auch weil es auf der Sponti am Mittwoch wieder einmal einen Pfeffersprayeinsatz schon bevor die Demo überhaupt loslaufen konnte gab, Passanten nicht aus dem abgeriegelten kessel durften und es Schlagstock- und Wasserwerfereinsätze gegen Menschen gegeben hat, sind wir unendlich wütend und müssen uns Luft verschaffen!

KEIN VERGEBEN KEIN VERGESSEN - HÄUSER ÜBERALL BESETZEN!!

Solidarität mit Liebig 14!

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(Quelle: www.indymedia.org)

Unterstützungsaufruf für die Liebig 14 in Berlin

Unterstützungs-Aufruf für das von Räumung bedrohte Hausprojekt Liebig 14 in Berlin [pdf] [doc] [selbstdruck flyer]

Vom Gerichtssaal auf die Straße

Das autonome Wohn- und Kulturprojekt Liebig 14 steht kurz vor der Räumung. Am 13.11.2009 fand der letzte Prozess gegen das Hausprojekt in der Liebigstraße 14 in Berlin statt. Wie vorauszusehen war, wurde der juristische Kampf um die bestehenden Mietverträge verloren. Jetzt gilt es einer drohenden Räumung auf anderen Ebenen etwas entgegenzusetzen!

Das Haus in der Liebigstraße 14 wurde 1990 nach Leerstand besetzt und erlangte 1992 Einzelmietverträge mit der Wohnungsbaugesellschaft Friedrichshain (WBF). Seit der Besetzung bietet das Projekt gemeinschaftlich verwalteten Wohnraum für Menschen verschiedenster Altersgruppen und Herkunft sowie Platz für kulturelle Veranstaltungen und politisch- emanzipatorische Arbeit. Im Jahr 1999 wurde das Haus an die LiLa GbR verkauft, bestehend aus den Gesellschaftern Suitbert Beulker und Edwin Thöne. Mit dem Eigentümerwechsel begann eine Reihe von aggressiven Maßnahmen gegen die Bewohner_innen und die kollektive Wohnform. Wie z.B. die Räumung der Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss 2007 und dem Abbau einer Zwischentür im Treppenhaus, welche von den BewohnerInnen notwendigerweise anstelle der einzelnen Wohnungstüren eingesetzt worden war. Diese musste letztendlich auch als Kündigungsgrund herhalten.

Die Liebig 14 positioniert sich gegen gesellschaftliche Ausgrenzung und Unterdrückung jeglicher Art und bietet kollektiven Wohnraum für politisch Interessierte und vom profitorientierten Wohnungsmarkt Ausgeschlossene. Die selbstorganisierte Hausgemeinschaft ermöglicht zudem ein solidarisches und selbstbewusstes Auftreten im Umgang mit „Hauseigentümern“ und drohender Verdrängung.
Die Verdrängung unkommerzieller Projekte ist eine der Folgen der umfassenden Aufwertung der Innenstadtgebiete (Gentrifizierung). Modernisierung von günstigem Wohnraum und die dadurch steigenden Mieten sind eine folge kapitalistischer Verwertungslogik. Dadurch findet vor allem eine Verdrängung einkommensschwacher Menschen statt.
Organisierte Hausgemeinschaften, wie sie in Hausprojekten existieren, ermöglichen von Gentrifizierung betroffenen Mieter_innen, sich gegen drohende Verdrängung effektiv zur Wehr zu setzen. Daher ist der Kampf für den Erhalt eines Autonomen Hausprojektes als exemplarisch für den Widerstand gegen Gentrifikation zu begreifen.

Gerade in letzter Zeit kam es in Berlin zu einem Schlag der staatlichen Repressionsorgane gegen Einzelpersonen sowie linksradikale Strukturen. Menschen wurden festgenommen, Hausprojekte gerazzt, keine 2 Wochen später wird das Wohnprojekt in der Brunnenstrasse 183 geräumt und kurz darauf ein Jugendlicher in einem Park von Zivilpolizisten angeschossen. Darauf gab es bereits viele Antworten, jedoch gilt es auch nach vorne zu blicken und sich auf kommende Ereignisse vorzubereiten um nicht weiter in die Defensive zu geraten. Eine Räumung der Liebig 14 kommt für uns nicht infrage. Zeigen wir gemeinsam, dass wir keinen Bock haben auf diesen Staat und seine Repression, dass wir keinen Bock haben auf Fremdbestimmung und dass wir keinen Bock haben auf kapitalistische Verwertungslogik. Wir wollen das wirklich schöne Leben – nicht übermorgen, nicht morgen, sondern jetzt!

Wenn sie sich mit eine_r von uns anlegen, legen sie sich mit uns allen an.

Die Liebig 14 ist in Berlin Teil einer Struktur linksradikaler Freiräume, in denen versucht wird, die Einflüsse gesellschaftlicher Ausgrenzungs- und Unterdrückungsmechanismen wie z.B. Rassismus, Sexismus, Homophobie möglichst gering zu halten. Doch geht es nicht darum, sich in der eigenen schönen Welt auszuruhen, sondern um den Anspruch, mit den Ideen eines Lebens ohne Kapitalismus, Hierarchien und Unterdrückung in die Gesellschaft zu intervenieren. In Angesicht dessen wäre der Verlust eines Raumes, in dem dies praktisch erprobt und für einige Menschen erfahrbar gemacht wird nicht hinzunehmen. Das Vorgehen gegen eines unserer Kultur- und Wohnprojekte ist mit ein Angriff auf alle, die dieses und ähnliche Projekte nutzen aber auch auf alle, die mit den Ideen und Ansprüchen des Projektes die Gesellschaft erreichen wollen. Darum seid Solidarisch und unterstützt den Kampf um den Erhalt der Liebig 14.

Kapitalistischen Normalbetrieb stilllegen!
Wir bleiben alle!

Leitet den Aufruf bitte weiter und schreibt an die darunter stehende Email-Adresse, ob ihr den Text mit eurem Gruppennamen unterschreibt und als Unterstützer_innen auf der Internetseite wba.blogsport.de auftauchen möchtet.
wba-tag_x [ät] riseup.net

Unterstützer_innen des Kampfes um den erhalt des Hausprojektes Liebig 14:

Berlin:
Anarchistische Föderation Berlin, Berliner Tierrechts Aktion, Infoladen Daneben, JungdemokratInnen/Junge Linke – Berlin, Köpi, Linie 206, Meuterei, North-East Antifascists, Radio Friedrichshain, RAW-Tempel, Red & Anarchist Skinheads – Berlin, Rigaer 94, Scherer 8, Tempelhof für Alle

Überregional:
Anarchistisches Aktionsbündnis Unterfranken, Antifa Allgäu, Antifaschistische Aktion Saalfeld, Antifa Syke, Antinationale Antifa Dortmund, Assoziation autonomer Umtriebe Dachau, Autonome Antifa Neumarkt-Oberpfalz, Autonome Antifa Remscheid, banda sinistra Erlangen, Black Mosquito, BULG Hamburg, Contraste – Monatszeitung für Selbstorganisation, Emanzipatorische Aktion Münster, Faites votre jeu! – Frankfurt a. M., FAU Flensburg, Freak Out Connection [FOC Hamburg], Freiraumtanz Infoportal Bochum, Forum Autonomer Umtriebe Landshut, Infoladen NmK Karlsruhe, Infoportal für antifaschistische Kultur und Politik aus Rostock, Initiative Neuruppiner Antifaschist_innen, Initiative Rock gegen Rechts, Left Resistance Wittenberg, Libertärer Laden Kiel, Mietshäuser Syndikat, Next Steffi Karlsruhe, nigra, Punkratz Anarcho-Mailorder, Revolutionär anarchistischer Widerstand Windeck, Squat Magdeburg, Wagenplatz Treibstoff Wien, Wohnprojekt „Alte Schule“ Neumarkt, Ya Basta Netz

Solidarität mit der LIEBIG 14 – RÄUMUNG VERHINDERN!

Seit dem 10.01. ist es offiziell: Die Liebig 14, eines der letzten großen Hausprojekte in Berlin-Friedrichshain, soll geräumt werden.
Am 2. Februar um 8 Uhr morgens.
So steht es im Räumungsbescheid.
Auf verschiedenen Webseiten gibt es alle wichtigen Neuigkeiten, Termine, Aufrufe oder Material.

Die kommende Woche wird es in Berlin rund gehen. Alle bisherigen Verhandlungen sind gescheitert. Das Wohn- und Kulturprojekt Liebigstr. 14 soll am 02.02. aufgelöst werden. “Die Polizei empfiehlt Kneipen und Läden, am Mittwoch gar nicht erst zu öffnen. Auch eine Kita ist betroffen.” schreibt die Taz.

Mehr Infos rund um „Liebig 14-Solis“ findet ihr hier:

Einen Unterstützungs-Aufruf für das bedrohte Hausprojekt und Banner gibt`s hier:

Das Plenum der BULG Hamburg erklärt sich solidarisch mit dem akut von der Räumung bedrohten Wohnprojekt Liebigstr. 14 in Berlin!

- »Die Häuser denen, die drin wohnen!!!« -